Biographie

Ludwig Uhland (26. April 1787 in Tübingen – 13. November 1862 in Tübingen) war ein deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und liberaler Politiker. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen und wurde 1810 promoviert; zugleich interessierte er sich früh stark für Sprache, Dichtung und ältere (auch mittelalterliche) Texte.

Nach einer Studien- und Forschungsphase, u. a. mit Aufenthalten in Paris und intensiver Arbeit an Handschriften und Quellen, machte er sich literarisch vor allem mit Gedichten und Balladen einen Namen, die oft volksnah formuliert sind und romantische sowie historische Stoffe aufgreifen. Beruflich war er zunächst juristisch tätig (u. a. als Anwalt/Beamter) und wurde Ende 1829 Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Tübingen; 1830 kehrte er dafür dauerhaft nach Tübingen zurück und prägte dort die Beschäftigung mit der älteren deutschen Literatur (Mediävistik/Altgermanistik).

Politisch engagierte sich Uhland im liberalen Spektrum des 19. Jahrhunderts: Er war mehrfach Abgeordneter im württembergischen Landtag und 1848/49 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. Dort vertrat er demokratisch-liberale Positionen, ohne sich stark an das damalige Fraktionsleben zu binden. Später zog er sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück und starb 1862 in seiner Heimatstadt Tübingen.

Quelle: Ludwig Uhland – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Uhland